
Harteveld Rare Books Ltd., CH-1700 Fribourg 83
werden. / 3) Canaan nach der Genesis. / 4) Aegypten. 5) Reise-
weg der Israeliten von Aegypten nach Canaan. / 6) Canaan nach
der Vertheilung unter die 12 Stämme. ... / 7) Ausdehnung des
jüdischen Gebiets unter David und Salomo. / 8) Juda und Israël
nach den Büchern der Könige. / 9) Palaestina oder Canaan. /
10) Plan vom alten Jerusalem. / 11) Reisen Jesu in Palaestina. /
12) Reisen des Paulus.
346. WURSTISEN, Christian (1544-1588): Baszler
Chronick, Darinn alles, was sich in obern teutschen Lan-
den, nicht nur in der Stadt und Bistume Basel, von ihrem
Ursprung her, nach Ordnung der Zeiten, in Kirchen- und
Welthändeln bis in das 1580. Jahr, gedenkwürdiges zu-
getragen... 1 & 2. Band mit Fortsetzung bis ins Jahr 1600
in einem Band gebunden. Emanuel Thurneysen, 1765, gr.
in-4to, Gest. Frontispiz + Titelbl. + 4 Bl. (Vorrede) + 707
S. + 7 Bl. (Register) + 12 S. (Titelbl. / Vorrede) + 70 S.
(Fortsetzung) + 2 Bl. (Register), mit zahlr. Holzschnitten
im Text, davon 55 koloriert, 208 Wappenabb., und 20
weiteren Abb., sowie Doppelblatt gr. Kupfertafel mit An-
sicht v. Basel, Glanzledereinb. mit goldgepr. Rücken auf
6 Bünden, mit 2 Rückenschild., Rotschn., an den Ecken
etwas beschabt, schönes Exemplar. HRB 73953 5500.-
Äusserst seltenes Exemplar mit handkolorierten Holzschnitten
der 2. stark erweiterten Ausgabe der berühmten Basler Chronik
des Mathematikers und Historikers Wurstisen. Die Erstausgabe
von 1580, die erste gedruckte Basler Chronik überhaupt, wurde
1765 vom Kanzlisten, Archivaren und Ratssubstitut Daniel
Bruckner (1707-1781) neu aufgelegt und fortgeführt bis ins Jahr
1620. Der vorliegende Band enthält die Chronik Wurstisens mit
den vielen Textillustrationen (55 davon handkoloriert) und Wap-
pen des Solothurner Malers und Formschneiders Gregorius Si-
ckinger aus der Erstausgabe von 1580 und Bruckners Fortsetzung
der Chronik bis ins Jahr 1600. Nach der Gliederung des Werkes
durch den Herausgeber in 4 Bände sind hier die Bde. 1 und 2 bis
1580 zuzüglich die Fortsetzung bis 1600 enthalten. Die Wappen
sind nicht koloriert, jedoch wird Farbe mit kleinen Buchstaben
im Wappen angegeben. Die Faltkarte nach Sebastian Münster
von 1580 wurde in dieser Ausgabe nicht wieder aufgelegt,
dafür enthält es ein Doppelblatt mit gefaltetem Kupferstich mit
prachtvollem Panorama der Stadt Basel von 1753, vom Gasthof
der 3 Könige aus gesehen (mit Abb. des offenen Barocksaals des
Gasthofs), nach Emanuel Büchel, gestochen von G.D. Heumann
aus Nürnberg. Ebenfalls von Büchel stammt das gestochene
Frontispiz mit einer Ansicht des mittelalterlichen Basels und
einem römischen Inschriftenstein, gestochen von Johann Rudolf
Holzhalb, Zürich. Diese Prachtausgabe, laut Haller ‘weit schöner
und vollständiger’ als die erste, ist eines der wichtigsten Werke
der schweizerischen Historiographie des 16. Jh. Von diesem
Werk existiert auch eine Neuausgabe von 1883. Haller IV, 744.
347. ZEIDLER (oder Zeitler), Joh. (Johann) Gott-
fried: Pantomysterium, oder Das neue vom Jahre in der
Wündschelruthe, als einem allgemeinen Werckzeuge
menschlicher verborgenen Wissenschafft. Darinnen ...
Mit einer Vorrede Herrn Christian Thomasens.
Angebunden:
- Eines Bergverständigen ungenannten Autoris neuer,
bisher ungedruckter Unterricht vom rechten Gebrauch
der Wündschel-ruthe in Bergwercken, mit einigen Anmer-
ckungen Johann Gottfried Zeidlers. Welchem beygefügt
Eine kurze Vertheidigung der natürlichen Bewegung und
rechten Gebrauchs der Wündschelruthe wie solches in
meinem J.G. Zeidlers Pantomysterio begriffen, wider die
von Herrn Theophilo Albino in seinem entlarveten Idolo
dawider gemachte nichtige Einwürffe und Beschuldigun-
gen. Hall in Magdeburg, Renger, 1700 / 1705, kl. in-8vo,
24 Bl., mit gestoch. schönem Frontispiz-Kupfertitel (4 Bl.
“An den Kunst...” falsch angeordnet) + 558 S., mit 1 Text-
gur + 11 gestoch. Tafeln (Verfertigung und Anwendung
der Wünschelrute, Experimente, auch die Horoskop-Figur
Zeidlers) + 1 weisses Bl. + 9 Bl.; 32 S., mit separ. Titelbl.,
4 Textg. + 1 gestoch. Tafel (Nummer der Metallen und
Mineralien); 72 S., teils gebräunt, herald. Exlibris ‘Nord-
kirchen’, hs. Eintrag auf Vorsatz ‘Lit. Fenzz’, Lederband,
Rücken auf Bünden, Titelschild, Rückenvergoldung teils
a/jointfilesconvert/362862/bgegangen, Kapitalen mit kleinen Wurmgängen, rotge-
sprenk. Schnitt. HRB 44299 1200.-
Erstausgabe. Der Untertitel des Titelblattes gibt an, worum es
sich in diesem Buch handelt: “... Darinnen ihre Natur und Ursach
ihrer Bewegung, auch weitläufftiger Gebrauch und Nutz aus des
Autoris eigener Erfahrung, und physicalischen Grundlehren,
philosophisch ausge- führet, und der gelehr-
ten Welt zu weitern Nachsinnen übergeben
wird. Samt Wiederle- gung des bissher dabey
gehegten Aberglau- bens, irriger Ursach
ihres Schlagens, und Verdachts eines heim-
lichen pact mit dem Teuffel. Der Französ.
Physicae occulltae, item dem Blendwerck
der Philosophen ent- gegen gesetzt’ Seltene
und kuriose Schrift über die Wünschelrute,
in welcher der Verfasser das Phänomen nach den Prinzipien v.
Thomasius ‘Anima mundi’ erklärt. Die Kupfer zeigen die Hand-
habungen der Wünschelrute - Durchgehend gebräunt u. stock.
Falttafel teils it kl. Einrissen. Jocher IV, 2170; Graesse Bibl. mag.
et pneum. S. 37; Klinckowstroem S. 60 u. 62; nicht bei Caillet.
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