
SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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Abb. 20: Die drei Meridianstreifen und das Bundesmeldenetz
Die Seehöhen dieses Kartenw erkes beziehen
sich auf den mittleren Meerespegel der Adria
bei Triest.
Die neue ÖK 50 in UTM-Projektion
Aus verschiedenen Gründen (insbesondere
hinsichtlich der NATO-Partnerschaft) w ird
Österreich bis etw a 2010 ein neues topogra-
phisches Kartenw erk erhalten. Dieses Kar-
tenw erk ist w iederum eine Gradabteilungskar-
te, w eist jedoch einen Kartenausschnitt von
12' mal 20' auf und ist nach Greenw ich ge-
schnitten. Als Ellipsoid liegt dem neuen
Kartenw erk das GRS80 (Geodetic Reference
System 80) zugrunde und als Projektionssys-
tem das UTM-System (Universale Transversa-
le Mercatorprojektion) mit 6° breiten Streifen
(ZONEN)
Im Gegensatz zur alten Karte, deren Meridia-
ne (M28, M31 u. M34) nur in Österreich zur
Projektion herangezogen w urden, sind die
UTM-Meridiane w eltw eit definiert. Schneidet
man die Erde bildlich am Äquator auseinander
so beginnt die erste 6° breite Zone beim 180.
Längengrad und geht bis zum 174. Der
Bezugsmeridian dieser Zone 1 ist der Län-
gengrad 177. Damit ergeben sich für die
w estliche Erdhalbkugel 30, für die östliche
ebenfalls 30, also insgesamt 60 Zonen.
Aufgrund dieser Einteilung w ird Österreich in
den Zonen 32 (6°-12°) und 33 (12°-18°) (siehe
Abb. 22) mit den Bezugsmeridianen 9° und
15° östlich Greenw ich a/jointfilesconvert/447682/bgebildet (Abb. 23).
Dabei liegt die Zylinderprojektionsebene
allerdings nicht am Bezugsmeridian an,
sondern schneidet das Ellipsoid rund 180 km
östlich und w estlich von diesem, um die
zw angsläufig entstehenden Verzerrungen
möglichst gering zu halten. Ähnlich w ie beim
Gauß-Krüger-Koordinatensystem wird nun ein
paralleles Netz, ausgehend von den Bezugs-
meridianen 9° und 15°, gezogen.
Um w iederum nur positive Werte zu erhalten,
w ird dem jew eiligen Bezugsmeridian der Wert
500 000 zugeordnet. Den dadurch gew onne-
nen Koordinaten (E = Ostw ert) muss aller-
dings zur eindeutigen Zuordnung die jew eilige
Zonennummer vorangesetzt w erden. Der
Ostw ert ist daher eigentlich achtstellig
(Abb. 24).
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